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Akademischer Exodus: Timothy Snyder und weitere Yale-Professoren verlassen die USA – Ein Signal für die Zukunft der Wissenschaft und Demokratie

DMZ –  POLITIK  ¦ Anton Aeberhard ¦

 

Drei renommierte Professoren der Yale-Universität – der Historiker Timothy Snyder, seine Ehefrau und Osteuropahistorikerin Marci Shore sowie der Philosoph Jason Stanley – haben beschlossen, die USA zu verlassen und Positionen an der University of Toronto in Kanada anzunehmen. Diese Entscheidung steht im Kontext der jüngsten politischen Entwicklungen unter Präsident Donald Trump und deren Auswirkungen auf die akademische Freiheit.

 

Wechsel nach Toronto

Timothy Snyder, bekannt für Werke wie „Bloodlands“ und „The Road to Unfreedom: Russia, Europe, America“, sowie Marci Shore, Autorin von „The Ukrainian Night: An Intimate History of Revolution“, werden beide an der Munk School of Global Affairs & Public Policy der University of Toronto lehren. Jason Stanley, Philosoph und Verfasser von „How Fascism Works“, schließt sich ihnen ebenfalls an. Stanley erklärte, dass er seine Kinder in einem Land großziehen möchte, das nicht auf eine faschistische Diktatur zusteuert.

 

Konflikt mit Columbia University

Die Entscheidung der drei Professoren wird vor dem Hintergrund eines Konflikts zwischen der Trump-Regierung und der Columbia University betrachtet. Im März 2025 entzog die Regierung der Columbia University 400 Millionen US-Dollar an Bundesmitteln aufgrund von Vorwürfen der mangelnden Bekämpfung von Antisemitismus auf dem Campus. Um diese Mittel wiederzuerlangen, stimmte die Universität mehreren Bedingungen zu, darunter strengere Protestrichtlinien und eine verstärkte Überwachung bestimmter Fachbereiche.

 

Reaktionen und Auswirkungen

Diese Ereignisse haben innerhalb der akademischen Gemeinschaft Besorgnis ausgelöst. Die Maßnahmen der Regierung wurden von vielen als Angriff auf die akademische Freiheit und als Versuch gewertet, Universitäten politisch zu beeinflussen. Professoren und Studierende haben gegen die Regierungsentscheidungen protestiert und rechtliche Schritte eingeleitet.

 

Fazit

Die Abwanderung prominenter Wissenschaftler von Yale nach Toronto reflektiert die aktuellen Spannungen im amerikanischen Hochschulsystem. Sie werfen Fragen zur Unabhängigkeit akademischer Institutionen und zur Rolle der Regierung in der Hochschulpolitik auf.


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