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Ein weiterer gravierender Fehlentscheid von Trump – Drastische Auswirkungen auf weltweite Nahrungsmittelhilfen

DMZ – SOZIALES ¦ Sarah Koller ¦   

 

Ein Finanzierungsstopp bei der US-Entwicklungsbehörde USAID bringt humanitäre Hilfsprogramme weltweit ins Wanken. Nahrungsmittel im Wert von fast einer halben Milliarde US-Dollar drohen ungenutzt zu verderben, weil Lieferungen blockiert sind – eine direkte Folge der drastischen Kürzungen, die während der Präsidentschaft von Donald Trump eingeleitet wurden. Besonders betroffen ist das „Food for Peace“-Programm, das Millionen Menschen in Krisengebieten mit dringend benötigten Lebensmitteln versorgt.

 

Ein politischer Kurs mit dramatischen Konsequenzen

Der Ursprung der aktuellen Krise reicht zurück in Trumps Amtszeit. Mit seiner radikalen Kürzungspolitik setzte er eine Haushaltssperre in Kraft, die USAID massiv schwächte und langfristige Folgen für die weltweite Hungerhilfe nach sich zog. Noch heute kämpfen Hilfsorganisationen mit den Auswirkungen dieser Entscheidung: Bürokratische Hürden und unklare Zuständigkeiten verhindern die rechtzeitige Verteilung von Nahrungsmittelhilfen.

 

Laut The Telegraph sind derzeit 29.000 Tonnen Lebensmittel in Houston, 40.000 Tonnen in Djibouti und 10.000 Tonnen in Südafrika blockiert. Weitere 500.000 Tonnen Hilfslieferungen stehen ohne Finanzierung da. Bleibt die Lage unverändert, drohen die Vorräte ungenutzt zu verderben – mit fatalen Folgen für Millionen von Menschen in akuter Not.

 

Rettungsversuche aus den eigenen Reihen

Innerhalb der Republikanischen Partei mehren sich inzwischen die Stimmen, die eine Lösung fordern. Einige Abgeordnete schlagen vor, das „Food for Peace“-Programm dem US-Landwirtschaftsministerium zu unterstellen, um eine effizientere Verwaltung zu gewährleisten. Der republikanische Abgeordnete Tracey Mann aus Kansas argumentiert: „Durch eine Verlagerung könnten amerikanische Landwirte weiterhin hungernde Menschen versorgen, während gleichzeitig die Kontrolle über die Mittel verbessert würde.“

 

Doch Kritiker halten diese Maßnahme für unzureichend. Ein hochrangiger Vertreter einer internationalen Hilfsorganisation, der anonym bleiben möchte, warnt: „Es geht nicht um eine bürokratische Umstrukturierung, sondern um eine mutwillig herbeigeführte Finanzierungskrise, die Millionen Menschen das Überleben kostet.“

 

Eine eskalierende humanitäre Katastrophe

Die aktuelle Blockade trifft die Ärmsten der Welt in einer ohnehin prekären Lage: Die globale Ernährungsunsicherheit nimmt zu, während Kriege und der Klimawandel die Versorgungslage vieler Regionen weiter verschärfen. Besonders in Ostafrika wächst die Sorge, dass ausbleibende Hilfen die ohnehin dramatische Hungersituation weiter eskalieren lassen.

 

Ob es kurzfristig eine politische Lösung geben wird, bleibt ungewiss. Fest steht jedoch: Die unter Trump eingeleiteten Kürzungen wirken bis heute nach – mit schwerwiegenden Folgen für die Glaubwürdigkeit der USA als humanitäre Nation und vor allem für Millionen von Menschen, die auf diese Unterstützung angewiesen sind.


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