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Bern-Wabern - Die Schweiz setzt ihre konsequente Rückkehrpolitik auch im Jahr 2023 fort. Im vergangenen Jahr haben 5742 weggewiesene Personen die Schweiz freiwillig oder zwangsweise verlassen. Die Zahl der Ausreisen nahm im Vergleich zum Vorjahr zu, sowohl bei der Rückkehr in den Herkunftsstaat als auch bei den Ausreisen in einen anderen europäischen Staat im Rahmen des Dublin-Systems. Damit ist die Schweiz weiterhin eines der vollzugsstärksten Länder Europas.
Insgesamt verließen 2023 5742 weggewiesene Personen die Schweiz (ohne Ukraine). Dies waren 19,6 Prozent mehr als 2022. Dabei handelte es sich vorwiegend um Asylsuchende, deren Asylgesuch abgelehnt worden ist und die keine vorläufige Aufnahme erhalten haben oder bei denen ein anderer europäischer Staat für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig war.
Die Zahl der Ausreisen lag sowohl bei der Rückkehr in den Herkunftsstaat höher als 2022 (+11,5 Prozent) als auch bei den Dublin-Überstellungen (+28,3 Prozent). Die Steigerung im Dublin-Bereich erfolgte trotz des Entscheids der italienischen Regierung, bis auf weiteres keine Personen im Rahmen des Dublin-Systems aufzunehmen. 2023 verzeichnete die Schweiz drei Mal mehr Ausreisen als Einreisen im Rahmen des Dublin-Systems. Im Vorjahr lag das Verhältnis noch bei 2:1, obwohl damals noch Überstellungen nach Italien erfolgten.
2023 reisten 2023 Personen (35,2 Prozent) freiwillig aus, 3719 Personen (64,8 Prozent) wurden zurückgeführt. Am meisten weggewiesene Personen kehrten nach Algerien (474), in die Türkei (363) und nach Georgien (362) zurück. Insbesondere mit Algerien und dem Irak konnte das Staatssekretariat für Migration (SEM) die Zusammenarbeit im Rückkehrbereich 2023 stark verbessern; so wurden erstmals einzelne Sonderflüge in diese beiden Staaten für weggewiesene Personen durchgeführt, die nicht freiwillig zurückgekehrt sind und bei denen eine Rückführung per Linienflug nicht möglich war.
Darüber hinaus kehrten auch 10 978 Personen mit Schutzstatus S freiwillig in die Ukraine zurück. Insgesamt lag die Zahl der Ausreisen aus der Schweiz im Jahr 2023 somit bei insgesamt 16 720 Personen.
Stabile Zahl von Rückkehrpendenzen
Dank der weiter gestiegenen Zahl von Ausreisen ist es dem SEM gelungen, die Zahl der noch nicht vollzogenen Ausreisen gegenüber 2022 stabil zu halten – trotz einer deutlich höheren Zahl neuer Asylgesuche. Die Zahl der Rückkehrpendenzen lag Ende 2023 bei 4162 (+1 Prozent), Ende 2022 waren es 4119 Pendenzen gewesen.
Herausgeber
Staatssekretariat für Migration
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